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Amerikanische Flagge hängt am halben Mast

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Die Stars and Stripes fliegen im Weißen Haus halbe Mitarbeiter. Eine Woche vor den vorläufigen Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten befindet sich das wirtschaftlich und politisch mächtigste Land der Welt nach zwei beispiellosen Ausbrüchen von Gewalt in einem Zustand der Ratlosigkeit. Das „Land der Freien“ geriet unter der Präsidentschaft von Donald Trump, nur wenige Tage vor den amerikanischen Midterms, in eine schwere Krise. Die Wähler können das Parlament am 6. November neu organisieren und damit den politischen Weg für die kommenden Jahre ebnen. Die Opposition ist der Meinung, dass Donald Trumps Rhetorik nicht nur zur Spaltung, sondern auch zur Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft beigetragen hat.

Am Samstag erschoss der 46-jährige Rob Bowers elf Menschen zwischen 50 und 97 Jahren in einer Synagoge in Pittsburgh. Laut dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu ist dies das schlimmste antisemitische Verbrechen in der amerikanischen Geschichte. Der rechtsextreme Mann wurde verhaftet und 29 Anklagepunkte gegen ihn erhoben. Laut Justizminister Jeff Sessions riskiert er die Todesstrafe. Unmittelbar nach dem tödlichen Schießereignis ließ sich auch Präsident Trump wieder in solche Verbrechen hineinversetzen und beschleunigen.

Der Täter hatte bereits vor dem Blutbad antisemitische Aussagen in sozialen Netzwerken verbreitet. Beim Betreten der Synagoge, in der eine Taufzeremonie für einen Jungen abgehalten wurde, hätte er laut Augenzeugen gesagt: „Alle Juden müssen sterben“.

Die USA und die Welt reagierten mit Bestürzung auf den Angriff. Der US-Präsident und die Polizei bezeichneten es als antisemitisches Hassverbrechen. Politiker und Kirchenführer aus vielen Ländern der Welt haben die Tat stark verurteilt. „In Wirklichkeit sind wir alle verletzt durch diesen unmenschlichen Akt der Gewalt. Möge der Herr uns helfen, diese Brutstätten des Hasses auszulöschen, die sich in unserer Gesellschaft entwickeln „, sagte Papst Franziskus am Sonntag im Angelus in Rom.

„Mein Herz ist gebrochen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron, UN-Generalsekretär António Guterres und der israelische Premierminister Netanyahu verurteilten die Tat scharf. „Wir alle müssen überall und immer entschlossen gegen den Antisemitismus sein“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert im Auftrag der Kanzlerin auf Twitter.

Netanyahu sagte in einer Videobotschaft: „Mein Herz ist gebrochen und ich bin angewidert von dem mörderischen Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh“. „Das gesamte israelische Volk trauert um die Familien der Opfer“, betonte Netanjahu, der einen Appell an den weltweiten Kampf gegen den Antisemitismus richtete. In Pittsburgh und auch für das Weiße Haus in Washington versammelten sich die Menschen spontan am Samstagabend, um für die Opfer zu trauern.

Angriff gegen die Menschheit

Trump betonte, dass dieser grausame antisemitische Angriff ein Angriff auf die Menschheit sei. „Das tödliche Gift des Antisemitismus muss bekämpft werden“, sagte er.

Der Präsident befürwortete auch bewaffnetes Sicherheitspersonal während der Gottesdienste. „Ein Narr steigt ein und niemand bekommt Schutz. Bewaffnete Wachen hielten ihn sofort auf „, sagte Trump. Am späten Samstagabend verfügte er, dass alle amerikanischen Flaggen an öffentlichen Gebäuden am Halbmast aufgehängt werden sollten.

Das Massaker fand am jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, statt, als traditionell viele Menschen in die Synagoge gehen. Kinder wurden nach offiziellen Angaben nicht verletzt. Der Täter hatte mehrere Schusswaffen bei sich. Nach den ersten Beobachtungen hatte er es legal erworben.

Der Baum des Leben Synagoge in Pittsburgh ist ein konservativer, aber jüdischer Bethaus, das offen für Innovationen ist, sagte der Präsident der Greater Pittsburgh Jüdischen Gemeinde, Jeff Finkelstein. Das Viertel Squirrel Hill gilt als Zentrum des jüdischen Lebens in der Region. Dort leben etwa 50.000 Juden. In vielen Teilen der USA wurden Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen sofort verschärft.

Der Jüdische Weltkongress (WJC) war schockiert. Das Massaker ist ein „schrecklicher Akt des Terrorismus“, sagte der Vorsitzende Ronald Lauder am Samstag in New York. „Dies war nicht nur ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft, sondern auch auf ganz Amerika“.

Bombenpakete

Der Angriff fand in Pittsburgh nach wenigen Tagen, bevor ein Verdächtiger verhaftet wurde hoch demokratische Politiker und berühmte Befürworter hatten Paketbomben in den USA geschickt. Der 56-jährige Cesar Sayoc aus Florida hatte unter anderem der ehemalige Präsident Barack Obama und Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton Rohrbomben geschickt. In den Verpackungen steckten 15 Zentimeter lange PVC-Rohre, die mit „energetischem Material“ gefüllt waren. Den Ermittlern zufolge war mindestens ein Teil der insgesamt 14 versandten Pakete gefährlich.

In den USA brach eine Diskussion darüber aus, wie Politik mit aktuellen Ereignissen umgeht. Regierungssprecherin Sarah Sanders beschwerte sich am Sonntag auf Twitter, dass Zeitungen wie die Washington Post jede Gelegenheit ergriffen, Präsident Trump zu kritisieren. Der Präsident hatte am Samstagabend trotz der Ereignisse in Pittsburgh kein Wahltreffen in Illinois abgesagt. Trump hatte gesagt, dass du Fanatiker spielst, wenn du ihnen erlaubst, deine Pläne wegen ihrer Gewalt zu ändern.

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