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Die 26 Reichsten der Welt haben so viel wie die ärmsten 50 Prozent

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Oxfam hat kurz vor der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos wieder seinen jährlichen Ungleichheitsbericht vorgelegt. Besonders in Deutschland klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander.

Die Kluft zwischen Arm und Reich in der Welt hat der Organisation Oxfam zufolge im vergangenen Jahr gefährlich zugenommen. Das Vermögen der Milliardäre sei um durchschnittlich 2,5 Milliarden US-Dollar (2,19 Mrd Euro) pro Tag gestiegen – ein Plus von 12 Prozent zum Vorjahr. Indes habe die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung 11 Prozent – 500 Millionen Dollar je Tag – verloren. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation in ihrem Ungleichheitsbericht, den sie kurz vor Beginn der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos vorstellte. Auch in Deutschland habe sich die Lage nicht verbessert – nötig seien ein höherer Mindestlohn sowie eine stärkere Belastung von Vermögenden, Konzernen, Erbschaften und hohen Einkommen.

Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation warnte, dass weltweit besonders Frauen und Mädchen von sozialer Ungleichheit bedroht seien. So besäßen Männer im globalen Durchschnitt 50 Prozent mehr Vermögen als Frauen. Zudem hätten Frauen wegen unbezahlter Arbeit wie Pflege oder Kindererziehung oft weniger Zeit, sich politisch zu betätigen – dies verstärke ihre Benachteiligung und zementiere ein Wirtschaftssystem, das von Männern für Männer gemacht sei.

Oxfam-Chefin Winnie Byanyima forderte die Staatengemeinschaft zu höheren Investitionen in Bildung auf. „Die Größe des Bankkontos sollte nicht diktieren, wie viele Jahre Kinder in der Schule bleiben oder wie lange wir leben. Doch dies ist nach wie vor die Realität in zu vielen Ländern der Erde“, sagte sie.

Nötig sind dem Bericht „Public Good or Private Wealth“ (Gemeinwohl oder privater Reichtum) zufolge zudem höhere Investitionen in die öffentliche Gesundheitsversorgung sowie eine stärkere und effektivere Besteuerung von Konzernen und Vermögenden. Es sei dringend Zeit zu handeln, so Ellen Ehmke, Oxfam-Deutschland-Referentin für soziale Ungleichheit. „Jeder Tag, den wir verlieren, verschärft das Ungleichheitssystem.“

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