Home Politik Frankreich provoziert und ruft den italienischen Botschafter zurück

Frankreich provoziert und ruft den italienischen Botschafter zurück

4 min read
0
0
326

Die Pariser Regierung hat den französischen Botschafter in Italien zu Konsultationen zurückgerufen. Frankreich zufolge handelt es sich bei der Maßnahme um eine Reaktion auf „Provokationen“ aus Rom.

„Frankreich ist seit einigen Monaten das Ziel von Anschuldigungen, unbegründeten Angriffen und bizarren Behauptungen“, schreibt das französische Außenministerium. Das Ministerium verweist auf Aussagen der stellvertretenden Premierminister Di Maio der Five Star Movement und Salvini von Lega Nord.

Das französische Außenministerium spricht von inakzeptablen Provokationen, sagt Korrespondent Frank Renout in Frankreich. Er beschreibt den Konflikt als „hart gegen hart“.

Beispielsweise hat die italienische Regierung in den letzten Wochen mehrfach angegeben, dass Frankreich für die Migration von Migranten verantwortlich ist, die in den letzten Jahren über das Mittelmeer nach Europa ausgewandert sind. Das liegt an der „Kolonialpolitik“ Frankreichs.

Die italienische Regierung hat auch erklärt, dass Macron ein schlechter Präsident ist. Das war eine Reaktion auf Kritik aus Frankreich. Macron glaubt unter anderem, dass Italien viel zu euroskeptisch ist. Er beschuldigte Italien auch, Migranten im Mittelmeerraum keine Unterkunft anbieten zu wollen.

„Nicht zustimmen ist eine Sache, aber die Beziehung zwischen zwei Ländern aus Gründen der Wahl zu manipulieren, ist etwas anderes“, so das französische Außenministerium.

In dieser Woche traf sich Premierminister Di Maio mit Vertretern der „Gelben Westen“ in Frankreich. Diese Gruppe protestiert seit Wochen gegen die Politik der französischen Regierung. Die „gelben Westen“ wurden nach Rom eingeladen.

Dem italienischen Korrespondenten Mustafa Marghadi zufolge spielen einige Wahlmomente eine wichtige Rolle bei den Angriffen von Di Maio und Salvini auf Frankreich. In zwei Wochen finden in Abruzzen Regionalwahlen statt. Die Fünf-Sterne-Bewegung macht im Gegensatz zu der anderen Regierungspartei Lega Nord keine gute Wahl.

„Die Fünf-Sterne-Bewegung sieht in der Gelatine-Bewegung eine Art Verbündeter, der sich ebenso wie das Establishment widersetzt. Dort hoffen sie auf Proteste von gelben Westen in Italien, und am Samstag gibt es einen solchen Protest“, sagt Marghadi.

Die Europawahlen spielen auch im Mai eine Rolle. Die italienische Regierung will mehr Autonomie für die europäischen Länder, während der französische Präsident Macron zusammenarbeiten will.

Macron sieht die Provokationen aus Italien als Angriff und denkt, dass Sie keinen befreundeten Nachbarn haben. Er wollte jetzt handeln und so den Botschafter zurückrufen.

Load More Related Articles
Load More By admin
Load More In Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Check Also

Bernie Sanders wirft erneut US-Präsidentschaft zu

Der Demokrat Bernie Sanders (77) ist ein Kandidat für die US-Präsidentschaftswahlen im Jah…