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Amerikaner dürfen nicht mehr mit dem Kreuzfahrtschiff nach Kuba reisen

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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wird den populärsten Amerikanern, die ab Mittwoch nach Kuba reisen, ein Ende setzen. Kreuzfahrten, Fahrten mit der Yacht und Bildungsreisen stehen im Mittelpunkt. Privat- und Geschäftsflugzeuge dürfen ebenfalls nicht mehr nach Kuba fliegen. Mit der Maßnahme will Trump die Einnahmequellen der kommunistischen Insel eindämmen. Kuba würde damit den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro unterstützen, sagen die Amerikaner.

Besonders Reisen nach Kuba mit Luxuskreuzfahrtschiffen sind bei Amerikanern beliebt. Die Kreuzfahrten von den USA nach Kuba begannen im Mai 2016, als Präsident Barack Obama versuchte, die langfristigen Beziehungen zur Insel zu verbessern. Reisen mit Kreuzfahrten sind einfach, da es sich um eine direkte Verbindung handelt und weniger Papierkram und Visa erforderlich sind.

„Kreuzfahrt-, Freizeit- und Sportboote dürfen ab morgen nicht mehr aus den USA nach Kuba“, sagte das Handelsministerium am Dienstag.

Die neuen Beschränkungen sind Teil eines umfassenderen Versuchs der Trump-Regierung, die Versuche der Obama-Ära, die US-Beziehungen zu Kuba zu normalisieren, umzukehren. Dieser Ansatz brachte eine Menge Kritik von der kubanisch-amerikanischen Gemeinschaft in den USA und ihren Verbündeten im Kongress mit sich.

Der nationale Sicherheitsberater John Bolton, der Kuba im November zusammen mit Nicaragua und Venezuela als Teil einer „Troika der Tyrannei“ bezeichnete, sagte, die neue Politik beabsichtige, der kubanischen Regierung eine wichtige Einnahmequelle zu verweigern. „Wir werden den Zugang des kubanischen Regimes zu US-Dollar weiterhin einschränken“, sagte er über Twitter.

Kreuzfahrtunternehmen und Passagiere sind überrascht von der plötzlichen Maßnahme, die keine Übergangsfrist hat. Einige Unternehmen stornierten Flüge mit Abflug am 5. und 6. Juni oder änderten das Ziel.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez sagte auf Twitter, die Verschärfung der US-Handelsblockade sei „ein Angriff auf das Völkerrecht“ und „das Haupthindernis für unsere Entwicklung und eine offensichtliche Verletzung der Menschenrechte aller Kubaner“.

Nach Kanada sind die USA für den größten Touristenstrom auf die Insel verantwortlich. Nach Angaben der kubanischen Regierung besuchten 257.500 Amerikaner das Land von Januar bis März, davon 55 Prozent pro Kreuzfahrtschiff.

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