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Nach langen Überlegungen wird in Hitlers Geburtshaus eine Polizeistation eingerichtet

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Nach Jahren des Rechtsstreits gibt es endlich ein neues Ziel für Hitlers Geburtsort. Das Gebäude wird zur Polizeistation. Auf den ersten Blick ist es ein ziemlich bedeutungsloses Gebäude in einem ebenso bedeutungslosen Dorf an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Doch das hellgelbe Eckhaus in der Salzburger Vorstadt 15 in Braunau am Inn ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Das dreistöckige Gebäude beherbergt nämlich den Geburtsort von Adolf Hitler. Und das ist sensibel. Wie können Sie verhindern, dass ein solcher Ort zum Wallfahrtsort für Neonazis wird?

Österreichische Politiker haben sich jahrelang mit dieser Frage befasst, aber jetzt ist die Kugel endlich durch die Kirche gegangen. Hitlers Geburtsort wird zur Polizeistation. Dies gab der österreichische Innenminister Wolfgang Peschorn am Dienstagabend bekannt. Obwohl Hitler in den ersten Monaten seines Lebens nur in der obersten Etage des Gebäudes wohnte, besuchen Dutzende von Menschen mit nationalsozialistischen Sympathien die Stätte jedes Jahr an seinem Geburtstag.

Die neue Nutzung des Gebäudes beendet das langjährige rechtliche Tauziehen zwischen dem österreichischen Staat und der Eigentümerin des Gebäudes, Gerlinde Pommer, deren Familie das Gebäude seit fast einem Jahrhundert besitzt. Seit den 1970er Jahren vermietete Pommer das Geburtshaus des Reichsführers am 20. April 1889 an die Regierung. Der Staat zahlte ihr fast 5000 Euro im Monat und nutzte die 800 Quadratmeter als Zentrum für Menschen mit Behinderungen.

Der Rechtsstreit entstand 2011, als der soziale Arbeitsplatz modernisiert werden wollte. Der Eigentümer weigerte sich zu kooperieren und das Gebäude wurde leer. Obwohl der Staat weiterhin die Miete zahlt, um zu verhindern, dass sie in die Hände „falscher Leute“ fällt, blieb das Thema „Wien“ ein Dorn im Auge. Das österreichische Parlament hat daher 2016 ein Gesetz verabschiedet, das im vorliegenden Fall als Brechstange diente. Das Haus wurde enteignet und im Gegenzug erhielt Pommer eine Entschädigung. Diese Entschädigung wurde vom Gericht in diesem Jahr auf über 800.000 Euro festgesetzt.

Dies ebnete den Weg für den neuen Zweck des Gebäudes und Braunau hofft, unerwünschte Gäste besser abwehren zu können. Minister Peschorn kündigte in einer Erklärung an, dass das Gebäude möglicherweise kein Wallfahrtsort für Neonazis werden könne. Es dauert übrigens eine Weile, bis die Polizei tatsächlich ins „Hitlers Geburtshaus“ einziehen kann. Zunächst wird in diesem Monat ein Wettbewerb für Architekten zur Renovierung des Gebäudes ausgeschrieben. Der Gewinner des Wettbewerbs muss Mitte nächsten Jahres bekannt sein.

In München gingen bei einer Auktion deutscher historischer Sammlerstücke mehr als 840 Objekte aus der NS-Zeit unter den Hammer. Zu den Artikeln gehörten unter anderem ein Zylinder aus der persönlichen Garderobe von Adolf Hitler, ein Cocktailkleid von seiner Frau Eva Braun und eine Luxusausgabe von „Mein Kampf“, das einst Hermann Göring gehörte, Militärführer in Nazideutschland und einer von die höchsten Werte in der NSDAP.

Trotz der Tatsache, dass die Auktion im Vorfeld auf scharfe Kritik aus dem In- und Ausland zählen konnte, setzte das Auktionshaus Hermann Historica die Auktion fort. Der Geschäftsführer der Organisation, Bernhard Pacher, vertraute darauf, dass seine Kunden vor allem aus Museen und Privatsammlern mit gutem Gewissen bestehen.

Gewissenhaft oder nicht, die Käufer haben ihre Hände während der Auktion nicht gehalten. Zum Beispiel wurde das Cocktailkleid von Eva Braun für 4600 Euro abgeschlagen, und Hitlers Zylinder wechselte den Besitzer für 50.000 Euro. Auch für einen Brief Hitlers von 1908 an seinen Jugendfreund Augst Kubizek wurde viel Geld ausgegeben: 80.000 Euro. Die Mein Kampf Edition von Göring brachte 130.000 Euro ein.

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