Home Politik Unruhen in Dutzenden von US-Städten, Brände, Plünderungen und „friedliche Proteste“

Unruhen in Dutzenden von US-Städten, Brände, Plünderungen und „friedliche Proteste“

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Der Sonntagabend war in vielen Dutzend amerikanischen Städten sehr unruhig. Die Flut der Proteste begann vor sechs Tagen, als ein Schwarzer in Minneapolis starb, nachdem er von vier weißen Agenten gewaltsam festgenommen worden war. Ähnliche Vorfälle sind in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten sehr regelmäßig aufgetreten.

Am Sonntagabend waren insgesamt 5.000 Soldaten in fünfzehn Bundesstaaten unterwegs, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. In den letzten sechs Tagen wurden mehr als 4.000 Demonstranten festgenommen.

Die Atmosphäre der Proteste ist je nach Bundesstaat und Stadt sehr unterschiedlich. In Städten wie Flint und Atlanta unterhielten sich Beamte mit Demonstranten oder schlossen sich sogar Protesten gegen grassierenden Rassismus innerhalb der US-Polizei an.

In anderen Städten wurden Proteste jedoch zu Plünderungen, beispielsweise in Boston, San Francisco und Minneapolis.

In Philadelphia wurden Molotowcocktails auf die Polizei geworfen, und in Washington, in der Nähe des Weißen Hauses, wurden ein Schaltkasten und eine alte Kirche in Brand gesteckt. Hier setzte die Polizei Tränengas ein, um die Demonstranten davon abzuhalten, näher an das Weiße Haus heranzukommen.

US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Tagen nur über Twitter auf die Unruhen reagiert. Seine Vorgänger beschlossen normalerweise in ähnlichen Situationen, Frieden und Einheit im Land zu fordern, aber Trump scheint dies nicht zu beabsichtigen.

Trump berichtete am Sonntag auf Twitter, dass er die ‚antifaschistische‘ Gruppe Antifa als inländische Terrororganisation bezeichnen will. Kritiker wiesen sofort darauf hin, dass der Präsident dies nicht alleine tun könne. Es ist auch völlig unklar, wie viele der vielen hunderttausenden Demonstranten im Land mit Antifa verbunden sind.

Trump ging auch auf Twitter auf Medien ein, von denen er sagte, sie würden „Hass und Anarchie“ verbreiten, indem sie über die Proteste berichteten. Während der Proteste wurden Journalisten bereits an mehreren Stellen von Polizisten angegriffen, obwohl sie als Journalisten erkennbar waren. Trump greift die Medien kontinuierlich an, sobald er als Präsident vereidigt wurde.

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