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EU fürchtet Weißrussland als die „zweite Ukraine“

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Trotz Drohungen sind Hunderttausende Demonstranten in der Weißrussischen Hauptstadt Minsk erneut auf die Straße gegangen. Mit einem Marsch für ein neues Weißrussland hoffen die Demonstranten, Präsident Lukaschenko ein für allemal zu stürzen. Auch in den Niederlanden gehen Menschen gegen das Regime Lukaschenkos auf die Straße.

„Geh Weg, geh Weg!“Trotz Lukaschenko droht, sich in die Armee einzumischen, ist es ein weiterer Trubel auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk. Sie kamen zu Fuß in einer großen Prozession, weil der öffentliche Verkehr gestoppt. Die Polizei wurde angewiesen, die demonstration zu unterbrechen, aber das wird nicht passieren.

Es Lebe Das Neue Belarus. Das ist die Botschaft vom heutigen Marsch. Die Demonstranten wollen an diesem Wochenende eine Barriere durchbrechen und hoffen, dass sich Armee und Polizei hinter Ihnen versammeln, um Lukaschenkos Herrschaft zu beenden.

Und nicht nur in Minsk und anderen belarussischen Städten sind heute Menschen auf den Straßen. Auch in anderen Ländern gibt es Proteste gegen das Wahlergebnis und die anhaltende Anwesenheit von Präsident Lukaschenko.

Vor allem in den baltischen Staaten gehen die Menschen auf die Straße. In Litauen, dem Land, in das Oppositionsführer Tichanovskaya geflohen ist, wird eine menschliche Kette gebildet. Von der Hauptstadt Vilnius bis zur Grenze zu Belarus halten Zehntausende Menschen Ihre Solidarität mit Ihren Nachbarn aus.

Es gibt auch Proteste in Lettland, der Ukraine, Deutschland, England und die Menschen wollen zum „Marsch für ein neues Weißrussland“ beitragen. In den Niederlanden versammelten sich Dutzende Menschen in den Haag und Amsterdam, um Ihre Unterstützung für das belarussische Volk zum Ausdruck zu bringen.

Der Ruf nach seiner Abreise wird immer lauter, aber Präsident Lukaschenko weigert sich vorerst, nachzugeben. Sein Ton wird immer bedrohlicher. Lukaschenko wollte die Armee und die Polizei heute nutzen, um die Demonstranten zu vertreiben, aber es scheint vorerst keine Konfrontation zu geben.

Lukaschenko hat auch zusätzliche Truppen an die Grenze zu den Nachbarländern Polen und Litauen geschickt. Der Präsident befürchtet eine invasion, obwohl beide Nachbarländer bereits mehrfach signalisiert haben, dass Sie Sie nicht wollen.

Anfang dieser Woche hat die Europäische Union nach einem Aufruf von Tichanovskaya die Ergebnisse der Wahlen in Belarus nicht anerkannt. Aber das allein löst die Probleme des Landes nicht. Europa ist sehr besorgt über die situation in Belarus und die intervention des benachbarten Russland.

Nach Angaben des Russischen Außenministers Sergej Lawrow strebt Tichanowskaja zusammen mit der opposition ein Blutvergießen an. Die Russen haben Lukaschenko Unterstützung zugesagt und wollen einen breiten Dialog, um die situation zu lösen. Laut Russland gäbe es in diesen Gesprächen jedoch keinen Platz für Tichanovskaya.

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