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Deutschland will Wintersport verbieten, österreich ist gegen die Maßnahme

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Wintersport, in einer Pandemie, ist das gerechtfertigt? Die europäischen Länder haben dazu sehr unterschiedliche Ansichten. Wo Deutschland, Italien und Frankreich die Skigebiete schließen wollen, vorzugsweise bis 10 Januar, führt dies zu großer Wut in österreich. Sie wollen, dass der Wintersport um jeden Preis weitergeht und haben bereits erklärt, dass Skifahren zu Weihnachten möglich ist. Auch die Schweiz will die Pisten offen halten.

Die position der österreicher hat alles mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Wintersports für das Alpenland zu tun. Der Tourismus macht 15% des Bruttoinlandsprodukts aus.

Laut Finanzminister Gernot Blümel bedeutet jede Woche, dass es bei einem Umsatzverlust von 800 Millionen Euro keinen Gewinn geben kann. Verzögert sich der Beginn der Wintersaison, fordern die österreicher Entschädigung von der europäischen Union. „Wenn die EU das wirklich will, müssen Sie zahlen“, sagt Blümel.

Der Wintersportort Ischgl war einer der Orte, an denen sich das virus Anfang des Jahres rasant ausbreiten konnte. Touristen nahmen das virus dann in ganz Europa mit nach Hause. Die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger betont, dass Ihr sicherer Wintersport möglich sei. „Man infiziert sich nicht auf der Piste, sondern auf der party danach. Deshalb haben wir auch den après-ski verboten“, sagt Köstinger Dem Spiegel.

Nach Angaben des Ministers wurden genügend Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des virus zu verhindern. Bei gondelliften werden die Dächer abgeschnitten, um Luft einzulassen, es gibt eine maximale Anzahl von Personen in Reihen und für die Aufzüge werden die abstandsmarkierungen auf den Boden gezogen. Und vor Saisonbeginn werde österreich die Bevölkerung massenhaft testen, inklusive aller hotel – und skiliftmitarbeiter, sagt Köstinger.

Bundeskanzlerin Merkel bleibt skeptisch. Und damit ist Sie nicht allein. In Deutschland, Italien und Frankreich ziehen Sie es vor, auf europäischer Ebene eine gemeinsame Linie zu ziehen. Merkel: „Wir werden versuchen, alle Skigebiete in Brüssel zu schließen. Leider sieht es nicht so aus, als würde das jetzt funktionieren, wenn Sie sich die österreichischen Aussagen ansehen, aber wir werden es versuchen.“

Mit einer europäischen Entscheidung hoffen die Länder, dass der Wintersport nicht an Orte geht, an denen die Pisten noch offen sind. Ministerpräsident Markus Söder vom Land Bayern forderte alle Länder auf, den Wintersport auf Eis zu legen: „das wäre ein schönes Beispiel europäischer Solidarität“, sagte er der „Bild“ – Zeitung.

Wenn die österreicher zu Ihrer position stehen, wird Italien sogar in Betracht ziehen, die Grenzen zu schließen, um zu verhindern, dass „das Urlaubsgeld in österreich ausgegeben wird und dann das virus importiert wird, und wir sind besorgt darüber“. Söder warnt auch Deutsche, die einen Tagesausflug nach österreich planen, dass Sie bei Ihrer Rückkehr für 10 Tage unter Quarantäne gestellt werden müssen.

Zudem könne die EU nicht beschließen, Wintersport zu verbieten, schreibt der österreichische EU-Vertreter Martin Selmayr. Ein Appell kann auf einer gemeinsamen Linie gemacht werden, aber die Skilifte können nicht von Brüssel gestoppt werden. Das bleibt Sache der nationalen Regierungen.

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