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US-Kongress will Abzug von Truppen aus Deutschland stoppen

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Der US-Kongress will den geplanten massiven Abzug des amerikanischen Militärpersonals aus Deutschland durch den amtierenden Präsidenten Donald Trump blockieren. Dies steht in einem Gesetzentwurf für DEN US-Verteidigungshaushalt, den die Demokraten und Republikaner in beiden Kammern des Kongresses am Donnerstag beschlossen haben, schreibt die Deutsche Zeitung Die Welt.

Der Gesetzentwurf besagt, dass DER US-Verteidigungsminister dem Kongress mitteilen muss, ob ein solcher Rückzug im nationalen Interesse der USA liegt. Frühestens 120 Tage später könnte die Zahl der in der Bundesrepublik stationierten amerikanischen Soldaten unter die 34 500-Grenze fallen.

Mitglieder des von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhauses und des republikanisch dominierten Senats einigten sich am Donnerstag auf das 4500-seitige Verteidigungsbudget-Paket für das kommende Jahr. Nachdem es von den beiden Kammern des Kongresses verabschiedet wurde, muss Trump das Gesetz unterzeichnen, bevor es in Kraft tritt.

Der Gesetzentwurf befürwortet, dass der Kongress Deutschland weiterhin als starken NATO-partner ansieht. Die Präsenz der“ rund 34.500 in Deutschland stationierten US-Streitkräfte “ dient als wichtige Abschreckung gegen Russlands militärische aggression und mögliche expansion in Europa. Amerikanische Truppen in Deutschland sind auch entscheidend für die Unterstützung amerikanischer Operationen im Nahen Osten, in Afrika und Afghanistan.

Trump hatte Mitte Juni den Abzug eines Teils des amerikanischen Militärs in Deutschland angekündigt und den Schritt mit den deutschen Verteidigungsausgaben begründet, die er für zu niedrig hielt. Insgesamt würden rund 12 000 Soldaten abgezogen, etwa ein Drittel der in der Bundesrepublik stationierten Gesamtzahl.

Wenige Wochen nach Trumps Ankündigung machte der nun entlassene US-Verteidigungsminister Mark Esper deutlich, dass die Pläne“so schnell wie möglich“umgesetzt werden müssten. In dieser Hinsicht ist bisher nichts passiert. Betroffen wären vor allem Standorte in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz.

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