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Kleiner Verlust für Credit Suisse nach Milliarden-Debakel

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Credit Suisse erlitt im ersten Quartal 2021 Verluste aufgrund des Milliardenverlusts des Archegos-Hedgefonds, der durch ein sehr starkes Umsatzwachstum nicht ausgeglichen werden konnte. Das gab die Schweizer Investmentbank am Donnerstag bekannt.

Da der Hedgefonds seine Margenverpflichtungen nicht erfüllen konnte, musste die Credit Suisse ihre Positionen liquidieren, was zu einem Verlust von 4,4 Milliarden Euro führte. Dieser Betrag wurde bereits angekündigt. Ohne dieses Debakel hätte es eine kleine Freigabe von Rückstellungen für notleidende Kredite gegeben, berichtete die Credit Suisse.

Das Wall Street Journal berichtete am Mittwochabend, dass die Exposition gegenüber Archegos auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar gestiegen sei, die Top-Bank davon jedoch keine Kenntnis habe. CFO Lara Warner hat jetzt gekündigt und auch zwei Top-Manager.

Der Nettoverlust belief sich im vergangenen Quartal auf 252 Millionen Franken nach 1,3 Milliarden Gewinn im Jahr zuvor. Vor Steuern betrug der Verlust 757 Millionen Franken. Analysten hatten mit einem Verlust von 722 Millionen Franken gerechnet.

Das Gesamteinkommen der Bank betrug 7,57 Milliarden Franken, das waren 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, als es 5,78 Milliarden Franken betrug.

Das verwaltete Vermögen stieg um 16 Prozent auf 1,6 Billionen Franken.

Für das zweite Quartal rechnet die Bank mit zusätzlichen Belastungen in Höhe von 600 Millionen Franken aus dem Archegos-Debakel. Die Credit Suisse hat 97 Prozent ihrer Positionen aufgegeben.

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