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Bundestagswahl: SPD profitiert von Fehlern Merkel-Nachfolger und Grünen

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Mit dem Wahlkampfauftakt von Merkels CDU und der bayerischen Schwesterpartei CSU am vergangenen Wochenende ist der Wahlkampf in Deutschland in seine Endphase getreten. Der Kampf ist heißer denn je.

CDU und CSU taten am Samstag alles, um Harmonie und Stärke auszustrahlen. Innerhalb der sogenannten Union rumort es durch die Spaltung um ihren gemeinsamen Kandidaten für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nicht mehr zur Wahl steht. Sowohl CSU-Chef Markus Söder als auch der CDU-Vorsitzende Armin Laschet traten als Kandidaten an. Der Gipfel beider Parteien entschied sich im April für „Brückenbauer“ Laschet, die Basis wollte Söder wegen seiner Führungsqualitäten mit einer größeren Chance auf den Wahlsieg.

Laschet, Merkels beabsichtigter Nachfolger, sah in den letzten Monaten einen Popularitätsverlust aufgrund mangelnder Führung, eines schwankenden Krönungskurses in Nordrhein-Westfalen, wo er Ministerpräsident ist, und einiger Fehler. Zum Beispiel protestierte er während eines Besuchs im hochwassergeplagten Erftstadt (lachte wahrscheinlich über eine Aussage von jemandem in seiner Firma), während der deutsche Präsident den Opfern sein Beileid aussprach. Obwohl Laschet im Nachhinein war, wurde er gefilmt und fotografiert, woraufhin ein Sturm in den sozialen Medien als Botschaft entstand: Deutschland weint, aber Laschet lacht.

Erschwerend kommt hinzu, dass er am Samstag erneut einen Fehler machte, als er während des Wahlkampfauftakts im Teil „Außenpolitik“ seiner Rede einen Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart anstellte. So wie die deutsche Anti-Terror-Einheit GSG9 1977 einer Entführung ein Ende setzte, müsse Europa nun in der Lage sein, einen Flughafen wie den in Kabul zu befreien, meinte Laschet. Er erwähnte nicht Mogadischu (Somalia) als Ort der Anti-Terror-Operation, sondern „Landshut“, eine Stadt in Bayern, nach der dieses Flugzeug benannt wurde. Es verursachte ihm viele empörte Reaktionen.

Laschets Verhalten strahlt auf die Union aus. Die Partei ist in den letzten Monaten in den Umfragen gesunken. Im wöchentlichen Sonntagstrend von Insa sind CDU/CSU immer noch am stärksten (25 Prozent), der Abwärtstrend setzt sich aber fort (-1 Prozent). Die Sozialdemokraten kommen auf 20 Prozent (+2 Prozent im Vergleich zur Vorwoche). Die Grünen stecken bei 18% fest.

Damit hat die sozialistische SPD erstmals seit einem Jahr Bündnis90/Die Grünen überholt. Weil die liberale FDP bei 12 Prozent bleibt, ist eine „Ampelkoalition“ aus Rot-gelb-Grün möglich, weil diese drei Parteien zusammen 50 Prozent und damit eine Mehrheit im Parlament erreichen.

Die Insa-Umfrage bestätigt den Trend anderer Meinungsforschungsinstitute. Im jüngsten ZDF-Politbarometer erreicht die SPD mit 19 Prozent (+3 Prozent) den höchsten Wert seit fast drei Jahren und so viel wie die Grünen (-2 Prozent). Die CDU / CSU erreichte 26 Prozent (-2).

Der Aufstieg der SPD und das Überholen der Grünen wird dem Vorsitzenden und „Einzelkämpfer“ Olaf Scholz zugeschrieben. Der derzeitige Finanzminister ist auch ein Kandidat für die Nachfolge von Merkel. Er hält sich bedeckt, besuchte auch das Überschwemmungsgebiet, versprach den Opfern finanzielle Unterstützung durch die Bundesregierung und macht keine Fehler.

Anders als die unerfahrene Annalena Baerbock von den Grünen. Sie war, nach ihrer Wahl zum kanselierskandidaat in vielerlei Hinsicht, aber, ein Moment mehr und mehr populär in den Meinungsumfragen, aber fiel zurück wegen nicht gemeldeten neveninkomsten (mehr als 25.000, jeweils in der Zeit von 2018-2020), ein Coronabonus von 1500 ihrer Partei, und die steuerfreie Leistung an die Mitarbeiter des Unternehmens zur Verfügung gestellt), um Plagiatsvorwürfe in ihrem Buch, sie war nicht zu finden), und ein „fester “ Lebenslauf“, und die Verwendung der n-Wort in einem Interview über das Thema Rassismus und Antisemitismus.

Baerbocks Chancen, Kanzlerin zu werden, sinken in den Umfragen. Nur 23 Prozent der Teilnehmer des ZDF-Politbarometers halten sie für geeignet und 70 Prozent für ungeeignet.

Laschet schneidet auch schlecht ab, mit 67 Prozent der Menschen, die ihn nicht für geeignet halten. Von den Teilnehmern halten 59% Olaf Scholz für geeignet, 33% halten ihn für ungeeignet. Die deutschen Wahlen sind am Sonntag 26 September.

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