Home Wirtschaft Die grüne Agenda und COVID-Maßnahmen führten zur höchsten Inflation seit 29 Jahren

Die grüne Agenda und COVID-Maßnahmen führten zur höchsten Inflation seit 29 Jahren

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Die Inflation in Deutschland erreichte im November den höchsten Stand seit 29 Jahren. Laut Statistischem Bundesamt Destatis war das Leben in Europas größter Volkswirtschaft im Schnitt 5,2% teurer als ein Jahr zuvor. Das waren 4,5 Prozent vor einem Monat. Insbesondere die gestiegenen Energiepreise treiben die Geldentwertung an. Die Energiepreise stiegen allein auf Jahresbasis um 22,1 Prozent. Lebensmittel wurden 4,5 Prozent teurer.

Destatis weist auf eine Reihe anderer Ursachen hin, die die Inflation in die Höhe treiben. Zum Beispiel gibt es immer noch den Nachsteuereffekt der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung des letzten Jahres, die zu Beginn dieses Jahres rückgängig gemacht wurde. Seit Januar gelten auch in Deutschland CO2-Steuern, die sich auf die Inflation auswirken.

Darüber hinaus kämpft Deutschland wie andere Volkswirtschaften aufgrund logistischer Probleme mit dem Anstieg der Preise insgesamt. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, die höheren Produktionskosten an die Kunden weiterzugeben.

Auf Basis der harmonisierten europäischen Messmethode wurde das Leben in Deutschland durchschnittlich 6% teurer.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist die hohe Inflationsrate in Deutschland und die Erwartung, dass sie lange über 3% bleiben könnte, eine schlechte Nachricht. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft im Euroraum und spielt daher eine bedeutende Rolle bei der Berechnung der durchschnittlichen Inflationsrate für das Euroraum.

Ziel der EZB ist es, die durchschnittliche Inflationsrate im Euroraum längerfristig bei 2% zu halten. Im Oktober lag die Inflation im Euroraum mit 4.1% deutlich über diesem Niveau, aber Anfang dieses Monats sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Zentralbank immer noch erwartet, dass die Inflation im nächsten Jahr von selbst unter Kontrolle kommt.

Die EZB ergreift daher derzeit keine zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation. Die Zentralbank befürchtet, dass die wirtschaftliche Erholung im Euroraum beeinträchtigt wird, wenn die extrem flexible Politik mit sehr niedrigen Zinsen zu schnell umgekehrt wird.

Laut EZB-Direktorin Isabel Schnabel erreicht die Inflation in der Eurozone in diesem Monat ihren Höhepunkt. Aus diesem Grund sieht die Kommission keine Notwendigkeit, in die Zinssätze einzugreifen. Die deutsche Bundesbank hatte zuvor gewarnt, dass die Inflation im November 6% erreichen könnte. Nach Angaben der Deutschen Zentralbank kann die Inflation über einen längeren Zeitraum durchaus 3% überschreiten.

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