Home Politik Die erste Station des neuen Kanzlers ist der „alte Antagonist“ Deutschlands

Die erste Station des neuen Kanzlers ist der „alte Antagonist“ Deutschlands

3 min read

Der neu ernannte deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz machte seinen ersten Auslandsbesuch. Er wurde in Paris vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Élysée empfangen. Die beiden betonten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und diskutierten den Klimawandel, die Finanzpolitik und die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Anschließend hielten sie gemeinsam eine Pressekonferenz ab.

Macron war äußerst amikal. Er bezeichnete Scholz als „Lieber Olaf“ und nannte ihn „lieber Olaf“. Er hoffe, die guten Beziehungen seines Landes zu Scholz’Vorgängerin Angela Merkel fortsetzen zu können. Deutschland und Frankreich sind die beiden größten Akteure in der EU und bewegen sich manchmal zusammen, können sich aber auch stark unterscheiden.

Frankreich erzeugt viel Strom in Kernkraftwerken und als wichtige Quelle für erneuerbare Energien. Deutschland will die Atomkraft abschaffen. Scholz nannte es „klar, dass jedes Land seine eigene Strategie zur Bekämpfung des vom Menschen verursachten Klimawandels hat“. Deutschland und Frankreich teilen laut der sozialdemokratischen Kanzlerin Ehrgeiz und Verantwortung in der Klimafrage.

Auch im Bereich der EU-Finanzen hielt sich Scholz bedeckt. Frankreich will weniger strenge Fiskalregeln für EU-Länder, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, während Deutschland die Bedeutung „solider Finanzen“ betont. Scholz: „Ich glaube, dass beides zusammengehen kann, sie widersprechen sich nicht.“Die aktuellen Haushaltsregelungen bieten genügend finanzielle Flexibilität, sagt Scholz, der auch auf den mit 750 Milliarden Euro gefüllten Coronavirus-Wiederherstellungsfonds verwies.

Neben internen EU-Angelegenheiten diskutierten die Staats- und Regierungschefs auch die Situation zwischen Russland und der Ukraine. Scholz sprach sich dafür aus, die Gespräche zwischen der Ukraine, Russland, Deutschland und Frankreich fortzusetzen, die 2014 während des D-Day-Gedenkens in der Normandie erstmals informell stattfanden.

Macron sagte, das Hauptziel sei es, “ unnötige Spannungen“ zu vermeiden. Heute sprach der französische Präsident mit seinem ukrainischen Amtskollegen Zelensky über Möglichkeiten für neue Friedensverhandlungen über die Ostukraine.

Der diplomatische Boykott der Winterspiele in China durch die USA, Großbritannien, Australien und Kanada wurde ebenfalls diskutiert. Frankreich hatte zuvor erklärt, es sei nicht für einen Boykott. Scholz sagte, Deutschland wolle das Gespräch „mit vielen anderen“ beginnen, bevor das Land eine Entscheidung treffe.

Load More Related Articles
Load More By admin
Load More In Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Check Also

Italien geht an die Urnen: Wird der rechtsradikale Meloni Premierminister?

Nur zwei Monate nach dem Sturz der Regierung Draghi und einer kurzen Wahlkampfphase wählt …