Home Wirtschaft EU diskutiert verzweifelten Zustand der Schweinehaltung

EU diskutiert verzweifelten Zustand der Schweinehaltung

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Wenn die Preiskrise auf dem Schweinemarkt anhält, kann die Europäische Kommission noch ein Unterstützungspaket auflegen. Anfangs schien dies ein geschlossenes Buch zu sein, aber jetzt hat EU-Kommissar Janusz Wojciechowski angekündigt, dass er die Situation Anfang 2022 überprüfen wird.

Mehrere Mitgliedstaaten haben ein Unterstützungspaket für den Schweinesektor gefordert, der seit langem mit extrem niedrigen Erträgen konfrontiert ist. Bei der letzten Sitzung in der vergangenen Woche wurde daher der Kauf von Schweinefleisch durch private Lagerhaltung gefordert. Dreizehn Länder, darunter Portugal, Polen, die Tschechische Republik, Bulgarien und Frankreich, sind dafür.

Eine knappe Mehrheit ist dagegen. Länder wie Deutschland, Dänemark und die Niederlande sehen in dieser Maßnahme keine Lösung des Problems. Diese aufgekauften Aktien können den Markt kurzfristig entlasten, aber dann, so wird angenommen, steht eine Erholung des Marktes im Weg. Wojciechowski kündigte letzte Woche an, die Marktsituation Anfang 2022 neu zu bewerten. Wenn sich der Markt nicht erholt, wird er ein Unterstützungspaket überdenken.

Soforthilfe in Deutschland?

Unterdessen hat der bayerische Landwirtschaftsminister eine nationale Soforthilfe für Schweinehalter gefordert. Dabei verweist der Minister auf das polnische Beispiel. Polen hat kürzlich knapp 90 Mio. € bereitgestellt, um Sauenlandwirten im Land bei der Bewältigung der Krise zu helfen. Abgesehen von diesem Betrag können auch Schweinehalter in Deutschland von Corona-Hilfen profitieren, was aber nicht ausreicht, um die Lücken in der Leistungsbilanz zu schließen.

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