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Immobilienblase steht kurz vor dem Platzen, Regierung befiehlt Banken, sich vorzubereiten

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Deutschland fordert von seinen Banken, bis zum nächsten Jahr rund 22 Milliarden Euro zusätzliches Kapital bereitzustellen, um die Folgen der wachsenden Immobilienblase zu bewältigen, die die Stabilität des Finanzsektors bedroht.

In Deutschland werden Banken zunehmend anfällig für einen überbewerteten Immobilienmarkt. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Claudia Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, die Kreditgeber aufgefordert, stärkere Kapitalpuffer zu schaffen.

Zu Beginn der Krise hatten die Regulierungsbehörden die zusätzlichen Pufferanforderungen auf Null reduziert, aber die Immobilienpreise sind dank der rekordtiefen Zinsen so stark gestiegen, dass der Markt jetzt um 10 bis 30 Prozent überbewertet wäre. Dies macht Kreditgeber besonders anfällig für eine Preiskorrektur, so die Bundesbank.

Weitere Preiserhöhungen sind ebenfalls zu erwarten. Laut einer Umfrage glauben fast 90 Prozent der deutschen Haushalte, dass die Immobilienpreise weiter steigen werden.

Die Wohnungsbaudarlehen stiegen in ähnlicher Höhe. Im dritten Quartal 2021 wurden 7,2 Prozent mehr Kredite aufgenommen als im Vorjahreszeitraum.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhöht den antizyklischen Puffer zum 1. Februar 2023 von 0 Prozent auf 0,75 Prozent. Für Wohnhypotheken wird ein zusätzlicher Puffer von 2 Prozent eingeführt.

Der Beschluss verpflichtet die Banken, rund 17 Mrd. EUR in den antizyklischen Puffer und weitere 5 Mrd. EUR in den sektoralen Systemrisikopuffer einzustellen.

Zusätzlich zu den neuen Maßnahmen hat die BaFin die Banken aufgefordert, bei der Vergabe neuer Kredite besonders vorsichtig zu sein. Vor allem angesichts der Entwicklung der Immobilienpreise.

Die deutschen Aufsichtsbehörden warnen seit einiger Zeit davor, dass Banken den Wert ihrer Kreditsicherheiten überschätzen könnten. Dadurch wären sie auf mögliche Zinserhöhungen nicht ausreichend vorbereitet, da große Teile ihrer langfristigen Kredite zu festen Zinssätzen vergeben werden.

Deutschland ist sicherlich kein Ausnahmefall. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich in ihrem Finanzstabilitätsbericht auf die höheren Risiken am Immobilienmarkt hingewiesen. Dabei warnte das Institut vor der erhöhten Gefahr möglicher Preiskorrekturen. Vor allem auf dem Immobilienmarkt in Ländern, in denen die Bewertungen bereits vor Ausbruch der Krise höher waren.

Heute wurde bekannt, dass die Immobilienpreise an der belgischen Küste im vergangenen Jahr ebenfalls stark gestiegen sind. Für eine ähnliche Wohnung zahlten Sie 11,3 Prozent mehr als 2020, sagt das Agenturnetzwerk ERA.

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