Home Wirtschaft Regierung stellt Milliarden für grünen Wasserstoff bereit – er explodiert auf umweltfreundliche Weise

Regierung stellt Milliarden für grünen Wasserstoff bereit – er explodiert auf umweltfreundliche Weise

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Deutschland verdoppelt Wasserstoff-Ambitionen, schließt aber ‚blauen Wasserstoff‘ aus. Die neue Bundesregierung hat letzte Woche angekündigt, ihre Ambitionen für die Wasserstoffproduktion deutlich zu erhöhen. Das gilt aber nur für Wasserstoff aus nachhaltigen Quellen wie Sonnen- und Windenergie. Blauer Wasserstoff, der aus Erdgas hergestellt wird, wird wahrscheinlich von Subventionen ausgeschlossen.

Grüner Wasserstoff wird als Lösung gesehen, um Sektoren, die nicht oder kaum elektrifiziert werden können, weil sie hohe Temperaturen benötigen, nachhaltiger zu machen. Denken Sie an die Stahlindustrie und die Chemie. Nach Angaben der Europäischen Kommission spielt Wasserstoff eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der europäischen Klimaziele. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass der Energieträger bis 2050 fast ein Viertel des weltweiten Energiebedarfs decken wird.

8 milliarden extra für grünen Wasserstoff

„Wir werden die Wasserstoffproduktion deutlich ausweiten müssen“, sagte Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck bei der Vorstellung seiner Klimapläne am 11.Januar in Berlin.

Habeck ist stellvertretender Ministerpräsident und Co-Vorsitzender von Bundnis90 / die Grünen. Allein die Stahlindustrie wird Habeck zufolge fünfmal mehr Wasserstoff benötigen, als bisher für alle Sektoren zusammengerechnet.

Um seine Klimaziele zu erreichen, wird Deutschland seine Wasserstoffproduktion bis 2030 von 5 Gigawatt auf 10 Gigawatt verdoppeln. Habeck hat angekündigt, dass Deutschland dafür weitere 8 Milliarden an Subventionen und Garantien bereitstellen wird.

Blauer Wasserstoff ausgeschlossen

Aber all diese zusätzlichen Euro werden nicht in die Produktion von blauem Wasserstoff aus fossilen Quellen wie Erdgas fließen. Während Befürworter argumentieren, dass der Markt für Wasserstoff ohne blauen Wasserstoff nicht verwirklicht werden kann, weisen Gegner auf die fossile Natur des Energieträgers hin. Denn selbst wenn das bei der Herstellung freiwerdende CO2 eingefangen wird, ist Blauer Wasserstoff nicht nachhaltig. Das Erdgas, aus dem es hergestellt wird, kommt oft aus Russland und das Pumpen und Transportieren davon setzt das starke Treibhausgas Methan frei. Eine aktuelle Studie der amerikanischen Cornell University hat sogar gezeigt, dass blauer Wasserstoff daher umweltschädlicher ist als Erdgas selbst. Zudem wird ein Lock-in-Effekt fossiler Ressourcen durch Investitionen in die Infrastruktur für Blauen Wasserstoff befürchtet.

Wasserstoff kann auf viele Arten hergestellt werden. Die Energiequelle bestimmt die Farbe des Wasserstoffs. In diesem Erklärvideo erklären wir, wie das geht.

Mehr Platz für Windmühle und Sonnenkollektoren

Um all diesen grünen Wasserstoff herzustellen, wird viel mehr Wind- und Sonnenenergie benötigt. Laut Habeck müssen die Bundesländer dafür in den kommenden Jahren deutlich mehr Freiräume schaffen. Er schätzt, dass dafür zwei Prozent der gesamten Landfläche Deutschlands benötigt werden.

Der Rechtsrahmen wird auch angepasst, um der Erzeugung, dem Transport und der Nutzung von grünem Wasserstoff sowie der Erzeugung von Sonnen- und Windenergie Spielraum zu geben. Der Vorschlag sieht beispielsweise vor, strenge Regeln für den Abstand zwischen Windkraftanlagen und Häusern zu lockern.

Die Wasserstoffambitionen als Teil einer allgemeinen Beschleunigung der Klimapolitik zu skalieren. Laut Habeck muss die Reduzierung der CO2-Emissionen Deutschlands bis 2030 dreimal so schnell sein wie jetzt, wenn das Land seine Klimaziele noch erreichen will.

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