Home Politik Deutschland verlegt 500 Soldaten ins Baltikum, um Russen zu erschrecken

Deutschland verlegt 500 Soldaten ins Baltikum, um Russen zu erschrecken

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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat vor seiner Reise nach Moskau mit US-Präsident Joe Biden telefoniert. Das Weiße Haus sagte, es habe am Sonntag über den ‚Ukrainekonflikt‘ gesprochen. Deutschland seinerseits ist bereit, zusätzliche Truppen in die baltischen Staaten zu schicken. Das sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag vor seiner Abreise nach Washington, wo er sich am Montag mit dem US-Präsidenten treffen wird.

Biden und Macron diskutierten die “ fortgesetzten diplomatischen Bemühungen und Abschreckungsmaßnahmen als Reaktion auf den anhaltenden militärischen Aufbau Russlands an den Grenzen der Ukraine“. Sie bekräftigten ihre Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine. Paris berichtete, dass das Gespräch etwa vierzig Minuten dauerte.

Macron wird am Montag nach Moskau reisen, um sich mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu treffen. Die beiden Staatschefs haben in den vergangenen Tagen bereits drei Krisengespräche per Telefon geführt. Frankreich ist derzeit Präsident der Europäischen Union.

In einem Telefonat von US-Außenminister Antony Blinken mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian am Sonntag stand auch der Ukrainekonflikt im Mittelpunkt. Das US-Außenministerium in Washington sagte, es umfasse „gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung der Ostflanke der Nato“.

Für seinen Besuch im Kreml stimmte Macron die Geigen mit Bundeskanzler Olaf Scholz, der am Montag seinen ersten Besuch bei Biden machen wird. Auch hier wird der Ukraine-Konflikt eine wichtige Rolle spielen.

„Wir sind bereit, alles Notwendige zu tun“, um die deutsche Präsenz bei NATO-Einsätzen im Baltikum zu stärken, sagte Scholz am Sonntag in der ARD. Deutschland führt eine NATO-Operation in Litauen an, wo 500 deutsche Soldaten stationiert sind.

Später in der Woche wird sich der deutsche Bundeskanzler mit den Führern der baltischen Staaten in Berlin treffen, und im Laufe des Monats wird er in die Ukraine und nach Russland ziehen.

Scholz, der im Dezember die Nachfolge von Angela Merkel antrat, bekräftigte am Sonntag auch, dass Deutschland sich weigere, Waffen an die Ukraine zu liefern. Er wies darauf hin, dass Deutschland seit Jahren an der Linie festhalte, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern.

Der Westen befürchtet, dass Russland in die Ukraine einmarschieren wird, weil etwa 100.000 russische Soldaten an der Grenze stationiert wären. Russland bestreitet, dass es solche Pläne gibt, fordert aber Sicherheitsgarantien. Die Ukraine kann nicht Mitglied der NATO werden.

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