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Katzen in Walldorf dürfen nach monatelanger Sperrung wieder laufen

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In Walldorf dürfen Katzen morgen zum ersten Mal seit Monaten wieder alleine ausgehen. Im Frühjahr entschieden die Behörden der Stadt im Bundesland Baden-Württemberg, dass die Tiere nicht mehr frei im Freien herumlaufen dürfen. Die Katzensperre endet um Mitternacht.

Die Maßnahme wurde ergriffen, damit die Haubenlerche – eine geschützte Vogelart – ruhig brüten kann. Die Lerchen bauen ihre Nester am Boden (zum Beispiel in der Nähe von Büschen) und sind daher für Katzen leicht zu fangen. Die Haustiere durften daher nur mit dem Chef an der Leine gehen.

Katzen, die alleine weggelaufen sind, mussten von ihrem Besitzer über eine spezielle Telefonnummer gemeldet werden. Diese Besitzer waren auch verantwortlich, wenn ihr Haustier draußen einen geschützten Vogel verletzte oder tötete. Die Geldstrafe kann bis zu 50.000 Euro pro Katze betragen.

Ein Besitzer wurde zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine Katze wurde bei der Jagd in der Nähe des Lerchenzuchtgebiets gesehen.

In Walldorf würden nur noch drei Haubenerchenpaare leben. Ob die Tiere tatsächlich durch den Katzen-Lockdown geschützt sind, ist nicht klar. Heute gaben die Behörden jedoch bekannt, dass die Regel zwei Wochen früher als geplant ausläuft. Die jungen Lerchen seien inzwischen so ausgereift, dass die Katzen für sie keine Bedrohung mehr darstellten, argumentieren die Behörden.

Übrigens gab es viel Kritik an der Maßnahme: Viele Katzenliebhaber gaben an, dass das Halten der Haustiere schlecht für sie sei.

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