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Japan entschädigt Opfer von Zwangssterilisation

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Japan wird Menschen entschädigen, die im letzten Jahrhundert zwangssterilisiert wurden. Dies geschah auf der Grundlage einer umstrittenen Gesetzgebung, die von 1948 bis 1996 in Kraft war.

Offizielle Zahlen zeigen, dass mindestens 16.500 Menschen ohne Erlaubnis sterilisiert wurden. Sie wurden als nicht verwertungsfähig befunden, zum Beispiel weil sie eine geistige Behinderung hatten. Die letzte Operation fand 1993 statt.

Das japanische Oberhaus gab am Mittwoch grünes Licht für eine Entschädigungsregelung. Alle Opfer können jetzt eine Entschädigung von 3,2 Millionen Yen (mehr als 25.000 Euro) fordern. Mehrere Opfer gingen auch vor Gericht, um Schadensersatz zu verlangen.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat sich bei den Opfern entschuldigt. „Viele Menschen haben Operationen durchgemacht, die sie daran gehindert haben, Kinder zu bekommen, weil sie eine Behinderung oder eine andere chronische Erkrankung hatten. Sie haben sehr gelitten.“


Der Autor: Elias Böhm

Er arbeitete mehr als 6 Jahre als Literaturredakteur und Journalist für die Dresdner Zeitung. Jetzt interessiert er sich für innenpolitische Themen und gesellschaftlich relevante Entwicklungen.

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