Home Gesellschaft Seltsam und gefährlich: alter NATO-Bunker gefüllt mit 120 Tonnen purer Freude

Seltsam und gefährlich: alter NATO-Bunker gefüllt mit 120 Tonnen purer Freude

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Video Die Polizei verhaftete einen 26-jährigen Mann aus Olst und einen 38-jährigen Mann aus Raalte nach einem riesigen Feuerwerksfund in Deutschland. In alten NATO-Bunkern fand die Polizei über 120.000 Kilo schweren Sprengstoff. Das Feuerwerk im Wert von mehreren Millionen Euro war wahrscheinlich für den niederländischen Privatmarkt bestimmt.

Die mehr als 120.000 Kilo illegaler Feuerwerkskörper wurden Anfang November in einer Lagerhalle in Rheine, direkt hinter der Grenze in Deutschland, gefunden. Die niederländische Polizei fand es bei einer groß angelegten internationalen Untersuchung des illegalen Handels mit professionellen Feuerwerkskörpern und arbeitete mit der deutschen Polizei zusammen. Es war der größte Feuerwerksfang aller Zeiten für die niederländische Polizei. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die Ermittlungsbehörden fast 123.000 Kilo illegale Feuerwerkskörper.

Gestern wurden ein 26-jähriger Mann aus Olst und ein 38-jähriger Mann aus Raalte wegen Beteiligung am kürzlich ausgerollten Feuerwerkshandel festgenommen. Beide Angeklagten werden am Freitag vor dem Richter-Kommissar angeklagt. Was ihre genaue Rolle ist, ist noch nicht bekannt. Weitere Verhaftungen schließen die Polizei nicht aus.

Mit der Beschlagnahme des Feuerwerks glaubt die Polizei, einen Teil der Handelsaktien weggenommen zu haben, der für den niederländischen Privatmarkt bestimmt war. Nach Angaben der Polizei werden viele Feuerwerkskörper, die auf dem niederländischen Markt illegal an Privatpersonen zum Verkauf angeboten werden, in Belgien und Deutschland gelagert. Besonders beliebt sind dafür alte NATO-Munitionsbunker.

In solchen alten Bunkern werden Feuerwerkskörper manchmal legal gelagert und ein Eigentümer hat eine Genehmigung, aber das ist nicht in allen Fällen der Fall. In den Bunkern, in denen kürzlich 120.000 Kilo illegale Feuerwerkskörper gefunden wurden, befanden sich viele Paletten mit vielen Kisten mit schweren Feuerwerkskörpern.

Die Bunker dienen als eine Art Abholpunkt für Zwischenhändler, die dort mit ihrem „eigenen Transport“ ankommen und das Feuerwerk in die Niederlande bringen. Sie benutzen oft gemietete Lieferwagen und Autos und Richtlinien für den Transport gefährlicher Güter werden nicht eingehalten. Laut Polizei könnte dies lebensbedrohlich sein.

 


Der Autor: Elias Böhm

Er arbeitete mehr als 6 Jahre als Literaturredakteur und Journalist für die Dresdner Zeitung. Jetzt interessiert er sich für innenpolitische Themen und gesellschaftlich relevante Entwicklungen.

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