Home Gesellschaft Superhelden erhalten ihre Kräfte aus Spinat, genau wie der alte Popeye

Superhelden erhalten ihre Kräfte aus Spinat, genau wie der alte Popeye

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Diese Woche zeigt eine Studie in der unbeschwerten Weihnachtsausgabe des normalerweise noblen British Medical Journal dies. Die Forscher sahen sich 24 Marvel-Filme an und studierten die Charaktere gründlich. Trotz der schweren Aufgabe, die auf ihren Schultern ruht – es ist nicht nichts, das Multiversum immer wieder zu retten – haben die Superhelden bewiesen, dass sie den bekannten Lifestyle-Ratschlägen folgen. Sie bewegen sich viel, essen gesund und sind positiv im Leben – auch wenn Bösewicht Thanos dabei ist, die Hälfte der Weltbevölkerung auszulöschen, gibt es immer noch einen Witz zu sagen.

Wo gewöhnliche Sterbliche während eines Meetings schnell Platz nehmen, stehen oder laufen Marvel-Superhelden herum. Ein nicht zu unterschätzender Faktor für gesundes Altern, sagt Professor für Klinische Psychologie Erik Scherder. „Die Superhelden gehen mit gutem Beispiel voran.’
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Doch auch Superhelden sind nicht perfekt, betonen die Forscher. So liegt der große, grüne Hulk mit seinem BMI von 120 weit über dem Stadium der ‚krankhaften Adipositas‘. Und sein ständiger Zustand der Wut (‚Das ist mein Geheimnis, Captain, ich bin immer wütend‘) tut seiner psychischen Gesundheit zweifellos nicht gut.

Laut den Medici sollte der Teenager Peter Parker fast vom Schlafentzug umfallen: Anstatt zu schlafen, streift er nachts durch New York wie Spider-Man. Die miserable Jugend von Black Widow muss einige Traumata verursacht haben. Was ist mit Iron-Man? Sein Reichtum und seine Intelligenz gaben ihm einen Vorsprung, um gesund alt zu werden, aber sein Alkoholkonsum (‚Gib mir einen Scotch, ich hungere!‘ ) könnte das gut aufheben.

Es ist jedoch fraglich, ob der Lebensstil wirklich so viel Einfluss auf die Gesundheit der untersuchten Superhelden hat. Die Forscher berücksichtigten ihre besonderen Kräfte nicht; es hatte die Forschung fast unmöglich gemacht. Viele Superhelden heilen übermenschlich schnell von Verletzungen und Krankheiten. Manche von ihnen können gar nicht sterben. Ein bisschen Betrug ist es, ein Superheld zu sein.

Doch gewöhnliche Sterbliche können etwas von den Superhelden lernen, sagt der Neuropsychologe Scherder. In dem Artikel spiegeln sich alle bekannten Erkenntnisse über einen gesunden Lebensstil wider. Gesunde Ernährung, viel Bewegung, genug mentale Herausforderung: Das machen Superhelden sehr gut. Wir hingegen haben uns viel zu weit von diesem Superhelden-Lebensstil entfernt.’

Die jährliche Weihnachtsausgabe des British Medical Journal enthält mehr wissenschaftliche und gleichzeitig unbeschwerte Studien. Zum Beispiel stellt das Sprichwort ‘Es ist keine Raketenwissenschaft‘ Raketenwissenschaftler zu Recht auf ein Podest, so eine Gruppe britischer Mediziner. Eine Reihe von Intelligenztests zeigte, dass sie nicht wesentlich schlauer sind als andere.


Der Autor: Elias Böhm

Er arbeitete mehr als 6 Jahre als Literaturredakteur und Journalist für die Dresdner Zeitung. Jetzt interessiert er sich für innenpolitische Themen und gesellschaftlich relevante Entwicklungen.

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