Home Wirtschaft Inflation ist nicht aufzuhalten: Lebensmittelpreise gehen in den Vollgas-Modus

Inflation ist nicht aufzuhalten: Lebensmittelpreise gehen in den Vollgas-Modus

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Die Produzenten in Deutschland verlangen immer höhere Preise für ihre Produkte. Im vergangenen Monat waren es 5 Prozent mehr als im November, errechnete das Statistische Bundesamt. Im Vergleich zum Dezember 2020 stiegen die Preise um nicht weniger als 24,2 Prozent. Das ist der größte Preisanstieg seit Beginn der Messungen im Jahr 1949.

Infolgedessen stiegen die Erzeugerpreise stärker als erwartet. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,8 Prozent auf Monatsbasis und von 19,3 Prozent auf Jahresbasis gerechnet.

Der starke Anstieg der Energiepreise ist die Hauptursache für die höheren Produktpreise. Unternehmen geben das zusätzliche Geld, das sie für Energiekosten ausgeben, an ihre Kunden weiter. Im Dezember war der Energiepreis in Deutschland um 69 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum November stieg der Energiepreis um 15,7 Prozent. Insbesondere der Erdgaspreis stieg stark an.

Auch andere Rohstoffe wurden teurer. Ohne den Einfluss der Energiepreise lagen die Erzeugerpreise im Dezember noch mehr als 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Vor allem für Holz und Metalle mussten die Unternehmen deutlich mehr bezahlen.

Die Erzeugerpreise haben erhebliche Auswirkungen auf die Inflation. Wenn die Hersteller für ihre Produkte mehr verlangen, steigen auch die Preise für die Verbraucher, obwohl die Geschäfte möglicherweise einen Teil der zusätzlichen Kosten übernehmen. Die Inflationsrate in Deutschland erreichte im Dezember 5,3%. Infolgedessen erreichte die Geldentwertung in Europas größter Volkswirtschaft den höchsten Stand seit 1992.


Der Autor: Julian Schulte

Student an der Fakultät für Philologie an der Universität Berlin. Beschreibt die Ereignisse in Ihrer Stadt und im ganzen Land.

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