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Deutsche Ölterminals von Hackern angegriffen

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Cyberkriminelle haben es offenbar auf die Ölindustrie abgesehen. Die deutschen Ölriesen Oiltanking Group und Mabanaft sind Opfer eines Cyberangriffs geworden. Beide Unternehmen haben daher nur begrenzte Kapazitäten in Bezug auf Lieferungen in Deutschland. Auch Ölterminals in den Niederlanden waren von einem großen Cyberangriff betroffen.

Siebzehn Lagerhäuser in den Niederlanden, Belgien und Deutschland wären von einem großen Cyberangriff betroffen gewesen, berichtet die ANZEIGE basierend auf Informationen der Börsen-Website Marketscreener. Ob es sich um den gleichen Angriff handelt, ist unbekannt. In den Niederlanden und Belgien sind laut Messewebsite sechs Lagerstandorte von Sea Tank, Oiltanking und Evos betroffen. Evos sagt zur ANZEIGE, dass die Probleme nur in Terneuzen auftreten. Dort hat die Implementierung einige Verzögerungen. Die anderen Terminals in den Niederlanden sind in Betrieb.

Oiltanking hat in einer gemeinsamen Erklärung mit Mabanaft nur von Problemen in Deutschland gesprochen. In dieser Erklärung sagen die Unternehmen, dass der Angriff am Januar 29 entdeckt wurde. Innerhalb Deutschlands sind die Kapazitäten beider Unternehmen durch den Angriff nun begrenzt. Deshalb haben sie eine’höhere Gewalt ‚ für inländische Aktivitäten erklärt. Die globalen Aktivitäten der Oiltanking Group gehen weiter.

Oiltanking und Mabanaft erwähnen nicht genau, um welche Art von Angriff es sich handelt. Die beiden Unternehmen sagen jedoch, dass sie sofortige Schritte unternommen haben, um die Sicherheit ihrer Systeme und Prozesse zu verbessern. Außerdem wurde eine Untersuchung des Angriffs eingeleitet, die die Hilfe externer Spezialisten in Anspruch nahm. „Alle Terminals arbeiten weiterhin sicher“, versichern sie.

In der Zwischenzeit wird hart daran gearbeitet, alle Vorgänge wiederherzustellen, damit die Terminals wieder ordnungsgemäß funktionieren. Die Bundesbehörde für Cybersicherheit, das BSI, bietet auch Hilfe in Form von Fachwissen an, so die Organisation gegenüber Reuters. „Ich halte diesen Vorfall für ernst, aber nicht ernst“, sagt BSI-Präsident Arne Sch. „Die Unternehmen produzieren 1,6 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr. Betroffen sind 233 Tankstellen in Norddeutschland. Es wird wahrscheinlich in bar bezahlt.“

Doch nun leiden deutsche Tankstellen unter dem Angriff auf die Ölkonzerne. Sie müssen jetzt zu anderen Lieferanten wechseln, um eine ausreichende Kraftstoffversorgung aufrechtzuerhalten. Shell sagt, dass es vorübergehend zu anderen Lieferanten gewechselt ist. Und auch Aral, das mit 2.300 Tankstellen über das größte Tankstellennetz in Deutschland verfügt, versorgt seine Standorte aus anderen Quellen. Dadurch ist vorerst ausreichend Vorrat vorhanden. Die Frage ist, wie lange es dauern wird.


Der Autor: Philipp Albrecht

Nach einem Jahr Praktikum bei der Zeit-Ausgabe beschloss er, seine Hand zu versuchen, indem er Artikel im Abschnitt ... schrieb. Er interessiert sich für Außenpolitik und internationale Konflikte.

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