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Verbraucherzentrale wirft Google illegale Cookie-Banner vor

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Eine deutsche Verbraucherorganisation hat bei einem Berliner Gericht Klage gegen Google eingereicht. Die Organisation gibt an, dass der US-Suchriese Cookie-Banner absichtlich kompliziert, damit Benutzer sie akzeptieren und ihre Daten weitergeben.

Laut Verbraucherzentrale NRW erschwert Google Verbrauchern auf seinen Cookie-Bannern bewusst, die Annahme von Cookies abzulehnen, anstatt sie zu akzeptieren. „Besucher müssen nur einmal klicken, um den Cookies zuzustimmen, während sie zu einem neuen Menü weitergeleitet werden, wenn sie Cookies blockieren möchten“, heißt es. „Dort müssen sie auch mindestens drei verschiedene Kategorien von Cookies durchlaufen, bevor die Einstellungen von Google gespeichert werden können und der Verbraucher zur Startseite zurückkehren kann“, sagte die Organisation.

Die NRW behauptet, dass Google sogenannte dunkle Muster verwendet, wobei sich dieser Begriff auf Online-Benutzeroberflächen bezieht, die dazu dienen, Menschen zu täuschen. Darüber hinaus verstößt nach Ansicht der Organisation die Gestaltung der Cookie-Banner gegen das EU-Datenschutzrecht.

„Es sollte für Verbraucher so einfach wie möglich sein, Cookies abzulehnen, anstatt sie zu akzeptieren“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schuldzinski. „Nur so kann eine unvorsichtige Weitergabe von Daten verhindert werden.“

Laut einem deutschen Gericht hat Google angekündigt, an einem neu gestalteten Banner zu arbeiten, das es ermöglicht, Cookies mit einem Klick abzulehnen. Laut der deutschen Wochenzeitung Der Spiegel wird Googles neues Cookie-Banner zum ersten Mal in Frankreich ausgerollt, wo Google seit Ende letzten Jahres im Visier der französischen Datenschutzbehörde CNIL steht, weil es angeblich die Cookie-Berechtigungen erschwert hat. Dann sind andere europäische Länder an der Reihe. Ein genaues Datum wurde nicht mitgeteilt.


Der Autor: Karl Mayer

Karl Mayer arbeitete als freiberuflicher Journalist beim Wirtschaftsblatt Hamburg. Er liebt Makroökonomie und Geopolitik

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