Home Wirtschaft Nordsee-Windpark: Milliarden begraben und auf das Beste hoffen

Nordsee-Windpark: Milliarden begraben und auf das Beste hoffen

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Belgien, die Niederlande, Deutschland und Dänemark wollen größtes Ökokraftwerk in der Nordsee bauen. Unser Land tut sich mit Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zusammen, um die Kapazität von Windkraftanlagen in der Nordsee deutlich auszubauen. Die vier Regierungschefs haben heute in Dänemark ein Abkommen unterzeichnet. Ziel ist es, Offshore-Windparks so weit wie möglich zu einem großen Netzwerk zu verbinden. Und die Kapazität bis 2050 verzehnfachen. Die Windparks können dann so viel Strom liefern wie 75 große Kernreaktoren.

Die Ambitionen sind nicht meine. In den vergangenen 30 Jahren haben die vier Länder gemeinsam 15 Gigawatt Offshore-Windenergieanlagen gebaut. Bis 2030 sollen es 65 Gigawatt sein, um schließlich bis 2050 eine Kapazität von 150 Gigawatt an Offshore-Windenergieanlagen zu haben. Zehnmal mehr als die derzeitige Kapazität und genug, um 150 Millionen Familien mit Strom zu versorgen.

Dafür wird unser Land mit den Niederlanden, Deutschland und Dänemark zusammenarbeiten. In Esbjerg, Dänemark, wurde heute ein Abkommen von Premierminister Alexander De Croo, der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz in Anwesenheit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnet.

„Wir brauchen wirklich billige Energie“, sagt Premierminister De Croo. „Energie ohne CO₂-Emissionen. Wir müssen auch unabhängig von Gas und Öl aus Ländern wie Russland werden. Ebenso wichtig ist die Entwicklung einer Branche.“

Ziel ist es, die verschiedenen Windparks so weit wie möglich zu einem großen Netzwerk zu verbinden. Ein geplantes Stromkabel zwischen unserem Land und Dänemark, für das Energieminister Tinne Van der Straeten (Grüne) den Karren gezogen hat, gilt als wichtiges Rückgrat für dieses große grüne Kraftwerk an der Nordsee.

„Wir werden mit unserer Küste von weniger als 70 Kilometern bald an unsere Grenzen stoßen“, sagt De Croo. „Aber wenn wir Teil all der Windparks sein können, die in der Nordsee gebaut werden können, dann haben Sie natürlich ein unwahrscheinliches Potenzial.“


Der Autor: Julian Schulte

Student an der Fakultät für Philologie an der Universität Berlin. Beschreibt die Ereignisse in Ihrer Stadt und im ganzen Land.

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