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Gaspreise steigen nach Abschluss von Nord Stream 1 um 31%

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Die Gaspreise schossen am Montagmorgen in die Höhe. Händler zahlten 31 Prozent mehr, weil Russland am Freitag beschlossen hatte, die wichtige Gaspipeline Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten länger geschlossen zu halten. Der Preis stieg in Richtung 280 Euro, vor einem Jahr waren es weniger als 30 Euro.

Die Pipeline ist die wichtigste Gasverbindung zwischen Russland und Westeuropa. Nach Angaben der Russen ist eine zusätzliche Wartung erforderlich, aber nach Angaben Deutschlands nutzt der Kreml die Pipeline für politische Zwecke.

Nord Stream 1 wurde am Mittwoch für einen dreitägigen Service geschlossen. Russland sagt jedoch, dass sie während der Arbeiten auf zusätzliche Probleme gestoßen sind, weshalb die Pipeline länger geschlossen bleiben sollte. Wie lange das dauern wird, ist unklar.

Die Nachricht kam nur wenige Stunden, nachdem eine Gruppe wichtiger Länder, darunter Deutschland, beschlossen hatte, eine Preisobergrenze für russisches Öl festzulegen. Die in der G7 vereinigten Staaten wollen sicherstellen, dass Russland weniger Geld erhält, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren.

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Infolge der Nachricht von der Schließung der Nord Stream 1 schoss der Gaspreis zur Eröffnung der Messe am Montagmorgen in die Höhe.

Dieser Preis ist letzte Woche etwas gesunken. So lag der Preis am Freitag zum Tagesausklang bei 214 Euro pro Megawattstunde, nachdem er eine Woche zuvor ein Rekordhoch von 346 Euro erreicht hatte. Am Montag stieg der Preis jedoch wieder in Richtung 280 Euro. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Tarif noch bei unter 30 Euro pro Megawattstunde.

Seit Herbst 2021 steigt der Gaspreis bereits. Dies hat erhebliche Folgen für die Haushalte, auch in den Niederlanden. Die Verbraucherpreise für Gas und Strom (der oft mit Gas erzeugt wird) sind durch die Decke gegangen.

Infolgedessen haben immer mehr Niederländer Zahlungsprobleme. Zum Beispiel befürchtet das Central Planning Bureau (CPB), dass in naher Zukunft 350.000 Menschen aufgrund der hohen Energierechnung unter die Armutsgrenze fallen werden.


Der Autor: Julian Schulte

Student an der Fakultät für Philologie an der Universität Berlin. Beschreibt die Ereignisse in Ihrer Stadt und im ganzen Land.

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