Home Politik Ministerin Baerbock wieder in Kiew

Ministerin Baerbock wieder in Kiew

2 min Lesen

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat am Samstag ihren ukrainischen Amtskollegen in Kiew besucht. Die Ukraine fordert Leopard-Panzer von Deutschland, aber Baerbock konnte sie nicht versprechen.

Das Gespräch zwischen Baerbock und Kuleba drehte sich hauptsächlich um Waffenlieferungen. Da die Ukraine an Boden gewinnt, werden schnell zusätzliche Waffen benötigt, um die Gegenoffensive aufrechtzuerhalten. Die Ukraine wirft Deutschland vor, zu lange mit Waffenlieferungen gezögert zu haben. „Jeden Tag denkt jemand in Berlin nach oder lässt sich beraten, hier sterben Menschen, weil der Panzer nicht geliefert wurde“, sagte Kuleba auf einer Pressekonferenz.

Kuleba machte auch deutlich, dass dies nicht an Baerbock liegt. Er habe die härtesten Gespräche mit dem Verteidigungsministerium geführt, sagte er. Baerbock gilt innerhalb der Regierung als Vorkämpferin für mehr Waffenlieferungen. Das Kanzleramt, wo SPD’er Scholz das Zepter schwenkt, und das Verteidigungsministerium, mit Christine Lambrecht – ebenfalls von der SPD – an der Spitze, sind zurückhaltender. Sie wollen keine deutschen ‚Einzelkämpfer‘ und weisen darauf hin, dass die USA noch keine Panzer geliefert haben. Deutschen Medien zufolge konnte Baerbock in Kiew keine konkreten Zusagen machen. Ihr Besuch sollte vor allem deutlich machen, dass Deutschland die Ukraine weiterhin unterstützt.


Der Autor: Elias Böhm

Er arbeitete mehr als 6 Jahre als Literaturredakteur und Journalist für die Dresdner Zeitung. Jetzt interessiert er sich für innenpolitische Themen und gesellschaftlich relevante Entwicklungen.

Laden Sie Mehr Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Überprüfen Sie Auch

Gericht erlaubt Deutschland, in einen verdächtigen Fonds zu investieren

Deutschland darf sich am riesigen Wiederaufbaufonds der Europäischen Union beteiligen, der…