Home Wirtschaft Stagnation ist das beste Szenario, aber es gibt andere

Stagnation ist das beste Szenario, aber es gibt andere

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Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr knapp wachsen wird. Das hat Berlin optimistischer gemacht als im vergangenen Herbst, als die Regierung mit dem Schrumpfen der größten Volkswirtschaft Europas rechnete.

In einer neuen Schätzung, die am Mittwoch vorgestellt wird, wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,2 Prozent steigen. Damit werde eine Rezession vermieden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Im Oktober war die Bundesregierung von einem Rückgang um 0,4 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr hat die Regierung die Wachstumsprognose von 2,3 Prozent auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird die aktualisierten Prognosen am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz in Berlin offiziell vorstellen. Er wird zum ersten Mal von Elga Bartsch begleitet, einer ehemaligen Ökonomin des Vermögensverwalters BlackRock und der Geschäftsbank Morgan Stanley, die diesen Monat zur Leiterin der Abteilung für Wirtschaftspolitik des Ministeriums ernannt wurde.

Bundeskanzler Olaf Scholz sagte letzte Woche in einem Interview mit Bloomberg, er sei zuversichtlich, dass Deutschland in diesem Jahr einer Rezession entkommen werde, trotz der Energiekrise des Landes nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Die Einführung von mehr Vielfalt in der Gasversorgung sei entscheidend, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, so Scholz. Russland hat Deutschland im vergangenen Jahr als Reaktion auf die Sanktionen gegen das Land den Gashahn zugedreht.

Das Statistische Bundesamt sagte Anfang dieses Monats, dass die Wirtschaft im vierten Quartal wahrscheinlich stagniert haben dürfte, während ein Rückgang erwartet wurde. Im gesamten Jahr 2022 wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent, verglichen mit 2,6 Prozent im Jahr 2021.


Der Autor: Karl Mayer

Karl Mayer arbeitete als freiberuflicher Journalist beim Wirtschaftsblatt Hamburg. Er liebt Makroökonomie und Geopolitik

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